Die Notwendigkeit ökonomischer Politikberatung für eine evidenzbasierte Bildungspolitik: Verkürzung und Verlängerung der Schulzeit am Gymnasium

Stephan L. Thomsen 1  and Silke Anger 2
  • 1 Leibniz Universität Hannover, Institut für Wirtschaftspolitik, Königsworther Platz 1, 30167 Hannover, Germany
  • 2 Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Regensburger Str. 100, 90478 Nürnberg, Germany
Stephan L. Thomsen
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  • Leibniz Universität Hannover, Institut für Wirtschaftspolitik, Königsworther Platz 1, 30167 Hannover, Germany
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  • Stephan Thomsen (geb. 1977) ist seit 2011 Professor für Volkswirtschaftslehre, insb. Angewandte Wirtschaftspolitik an der Leibniz Universität Hannover. Seit 2016 leitet er das Center für Wirtschaftspolitische Studien (CWS) des Instituts für Wirtschaftspolitik. Er hat Volkswirtschaftslehre in Frankfurt und Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Frankfurt und Hagen studiert; er wurde an der Goethe-Universität Frankfurt promoviert. Im Anschluss war er am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim tätig, bevor er 2007 einem Ruf an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg folgte. Von 2011 bis 2016 war er Direktor des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung (NIW) Hannover. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen in der empirischen Wirtschaftsforschung, vor allem zur Evaluation von Politikreformen. Außerdem beschäftigt er sich Arbeitsmarkt- und Bildungsökonomik. Er ist Vorstand des Leibniz-Forschungszentrums Wissenschaft und Gesellschaft (LCSS) der Universität Hannover, Research Associate am ZEW und Research Fellow des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn.
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and Silke Anger
  • Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Regensburger Str. 100, 90478 Nürnberg, Germany
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  • Silke Anger (geb. 1975) ist seit 2013 Leiterin des Forschungsbereichs „Bildung, Qualifizierung und Erwerbsverläufe“ am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und Professorin für Volkswirtschaftslehre, insb. Bildungsökonomik, an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Zuvor war sie am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin tätig. Sie studierte Europäische Wirtschaft an der Universität Bamberg und Volkswirtschaftslehre an der University of South Carolina. An der Humboldt-Universität zu Berlin wurde sie promoviert und habilitierte sich. Sie absolvierte Forschungsaufenthalte an der Universitat Pompeu Fabra in Barcelona, an der University of Stirling und an der University of California, Santa Barbara. Ihre derzeitigen Forschungsschwerpunkte liegen auf der Bedeutung kognitiver und nicht-kognitiver Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt, auf den ökonomischen und sozialen Effekten von Bildungsreformen und auf der intergenerationalen Mobilität. Sie ist Research Fellow des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn und Research Fellow des Research Centre for Education and the Labour Market (ROA) der Universität Maastricht.
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Zusammenfassung

Ökonomische Argumentationsketten haben für bildungspolitische Entscheidungen in Deutschland seit den späten neunziger Jahren an Gewicht gewonnen. Insbesondere die viel diskutierten Reformen der Schulzeitverkürzung am Gymnasium von neun auf acht Jahre (Turbo-Abitur/G8-Reform) wurden ökonomisch begründet. Obwohl eine Vielzahl wissenschaftlicher Ergebnisse zu den Wirkungen des G8 verdeutlicht, dass eine Rückkehr zu G9 insgesamt nicht mit positiven Effekten verbunden sein dürfte, haben fünf Bundesländer kürzlich die neuerliche Verlängerung der Gymnasialschulzeit um ein Jahr beschlossen. Dies kann man als schwindenden Einfluss bildungsökonomischer Argumente in der politischen Entscheidungsfindung bewerten. Verantwortlich dafür sind nicht zuletzt das deutsche Wissenschaftssystem sowie seine Ökonominnen und Ökonomen. Eine Verbesserung der Anreize zur Beteiligung an wissenschaftlicher Politikberatung und Öffentlichkeitsarbeit, auch durch referierte deutschsprachige Publikationen, erscheint dringend geboten, um die ökonomischen Folgen in künftigen politischen Entscheidungen zu berücksichtigen.

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