Anton Reinthaller und die Anfänge der Freiheitlichen Partei Österreichs

Der politische Werdegang eines Nationalsozialisten und die „Ehemaligen“ in der Zweiten Republik

Margit Reiter

Vorspann

Nach dem politischen Scheitern des Verbands der Unabhängigen, in dem sich zahlreiche ehemalige österreichische Nationalsozialisten organisiert hatten, entstand 1956 als neues Sammelbecken dieses Milieus die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ). An ihrer Spitze stand der langjährige NS-Aktivist und ehemalige Unterstaatssekretär im Reichsernährungsministerium Anton Reinthaller. Margit Reiter analysiert, wie es dem einstigen nationalsozialistischen Multifunktionär nur elf Jahre nach dem Ende des NS-Regimes gelingen konnte, sich zum Gründungsvorsitzenden der FPÖ aufzuschwingen, der mit Bekenntnissen zu einer „Politik der Mitte“ und Absagen an „jeden Extremismus“ demokratische Zuverlässigkeit zu suggerieren versuchte.

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