Die Religionssoziologie von Marcel Mauss

  • 1 Universitätsprofessor für Soziologische Theorie und Ideengeschichte an der Karl-Franzens-Universität, Karl-Franzens-Universität Graz, Institut für Soziologie, Universitätsstraße 15/G4, A-8010 Graz

Zusammenfassung

Die bislang vernachlässigte Bedeutung von Marcel Mauss für die Ursprünge und den weiteren Verlauf der Durkheim’schen Religionssoziologie stellt eine Rezeptionslücke auf dem Gebiet der Religionswissenschaft und -soziologie dar. Dabei sind die entsprechenden Texte von Mauss – wie etwa eine seiner ersten Rezensionen, in der er das Konzept des Sakralen entwickelt – nicht nur Vorarbeiten von Durkheims Die elementaren Formen des religiösen Lebens. Mit den Analysen des Sakralen, der Magie, der Analyse des jahreszeitlichen Wandels von Religiosität, der Opferriten, des Gebets und der Ausarbeitung des Begriffs des mana eröffnet Mauss auch neue Zugangsweisen und Erkenntnisse für gegenwärtige religionssoziologische und -wissenschaftliche Forschungen, die nicht in der Religionssoziologie Durkheims aufgehen. Der Beitrag diskutiert Mauss’ Vorreiterrolle für die Religionssoziologie der Durkheim-Schule und stellt seine zentralen religionssoziologischen Konzepte vor.

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The journal provides a forum for exploring important methodological and theoretical issues and topics across the full breadth of the discipline, including related areas in the humanities, cultural studies, and the social sciences. It focuses on comparative studies about historical and contemporary European and non-European aspects of the history of religion and of contemporary religious culture.

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