Zum Verhältnis von Buddhismus und Nationalsozialismus

  • 1 Institut für Katholische Theologie, Universität des Saarlandes, Saarbrücken, Germany
Volker Zotz
  • Corresponding author
  • Institut für Katholische Theologie, Universität des Saarlandes, Saarbrücken, Germany
  • Email
  • Search for other articles:
  • degruyter.comGoogle Scholar

Zusammenfassung

Gab es zwischen 1933 und 1945 unter den Ideologen der NS-Bewegung unterschiedliche Positionen zum Buddhismus, bestand bei deutschen Buddhisten eine überwiegend zustimmende Einstellung zum Nationalsozialismus. Im Umkreis Himmlers wollte der Indologe Walther Wüst zwischen dem Buddha und Adolf Hitler als bedeutender Arier Parallelen feststellen. Auch fand die Idee der Wiedergeburt Zustimmung. Alfred Rosenberg und Alfred Grunsky werteten den Buddha als arischen Mann der Tat. Die der NSDAP angehörenden Philosophen August Faust, Eugen Herrigel und Karlfried Graf Dürckheim versprachen sich Impulse vom Zen-Buddhismus. Dagegen lehnten Ernst Bergmann und Ernst Krieck den Buddhismus ab und warnten vor asiatischen Einflüssen in Europa als einer Bedrohung der Lebensbejahung des westlichen Menschen. Die Exponenten des deutschen Buddhisten hatten zumeist positive Einstellungen zum Nationalsozialismus. Man setzte einem semitischen Christentum den von einem Arier gegründeten Buddhismus entgegen.

Purchase article
Get instant unlimited access to the article.
$42.00
Log in
Already have access? Please log in.


Journal + Issues

The journal provides a forum for exploring important methodological and theoretical issues and topics across the full breadth of the discipline, including related areas in the humanities, cultural studies, and the social sciences. It focuses on comparative studies about historical and contemporary European and non-European aspects of the history of religion and of contemporary religious culture.

Search