Qualitativer oder quantitativer Vergleich? Herausforderungen für die sozialwissenschaftliche Europaforschung

Bernhard Ebbinghaus 1 , 1
  • 1 Fakultät für Sozialwissenschaften Universität Mannheim.

Abstract

Die vergleichende Forschung europäischer Gesellschaften steht vor einigen methodologischen Herausforderungen. Der Artikel diskutiert die Debatte zwischen quantitativen und qualitativen Untersuchungsansätzen. Einerseits ist die Inferenzstatistik problematisch, da die Länderfälle weder zufällig ausgewählt noch homogen sind. Andererseits wählen qualitative Studien ihre Fälle bewusst aus, doch lassen die geringe Fallzahl und die zu vielen Variablen keine induktiven Schlüsse zu. Europäisierung wirft Galtons Problem auf, das die Unabhängigkeit der Vergleichsfälle in Frage stellt. Zudem bedarf eine Analyse der Transnationalisierung einer Strategie, die über die nationalstaatliche Ebene hinausgeht.

Comparative research faces several methodological challenges, given Europe's nation-states and the impact of cross-border Europeanisation. This article discusses the debate between quantitative and qualitative comparisons. Using inference statistics is problematic as the selected societies are neither randomly selected, nor homogeneous. While qualitative case-studies deliberately select cases, inductive reasoning faces the problem of too many variables and few cases. Moreover, Europeanisation leads to Galton's problem, challenging the comparative method's assumption of independence between cases. Furthermore, a research strategy beyond the nation-state is needed to study transnationalisation.

Artikel kaufen
Erhalten sie sofort unbegrenzten Zugriff auf den Artikel.
Anmelden
Haben Sie den Zugang bereits erworben? Melden Sie sich bitte an.


oder
Zugriff über Ihre Institution

Zeitschrift + Hefte

Suche