Tönnies’ Zeichentheorie zwischen Signifik und Wiener Kreis

H. Walter Schmitz 1
  • 1 Universität Bonn, Institut für Kommunikationsforschung und Phonetik, Poppelsdorfer Allee 47, 5300 Bonn 1

Zusammenfassung

Ferdinand Tönnies’ Preisschrift „Philosophische Terminologie“ ist in der Soziologie nahezu unbeachtet geblieben und allgemein in Vergessenheit geraten. Dabei enthält diese Schrift eine eigenständige Zeichentheorie und eine Reihe von Überlegungen, die wissenschaftsgeschichtlich äußerst wirksam geworden sind. Der vorliegende Aufsatz rekonstruiert Entstehung und Wirkung der Preisschrift im Bereich der Signifik Lady Welbys und analysiert ihren Inhalt, insbesondere die Zeichentheorie, unter Berücksichtigung von Bezügen zu „Gemeinschaft und Gesellschaft“. Abschließend wird die These entwickelt und begründet, daß Tönnies über die deutsche Fassung seiner Preisschrift und über persönliche Gespräche (mit Otto Neurath) und Briefe (an Neurath und Rudolf Carnap) einige Grundideen des Wiener Kreises und der späteren „unity of science movement“ zumindest vorbereitet, wenn nicht sogar in ihren Grundzügen geprägt hat.

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