Menschenrechte im Kontext der Weltgesellschaft / Human Rights in World Society

Die weltgesellschaftliche Institutionalisierung von Frauenrechten und ihre Umsetzung in Deutschland, der Schweiz und Marokko / The Global Institutionalization of Women’s Rights and Their Implementation in Germany, Switzerland, and Morocco

  • 1 Universität Bielefeld, Fakultät für Soziologie, Universitätsstraße 25, D-33615 Bielefeld
  • 2 Deutsches Jugendinstitut, Nockherstr. 2, D-81541 München
  • 3 Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Becherweg 21, D-55099 Mainz

Zusammenfassung

In den letzten Jahrzehnten wurden die Menschenrechte zunehmend internationalisiert, verrechtlicht und inhaltlich ausgeweitet. Ein besonders erfolgreiches Beispiel der weltgesellschaftlichen Institutionalisierung der Menschenrechte sind die Frauenrechte. Der Aufsatz rekonstruiert den Wandel des Frauen-/Menschenrechtsdiskurses auf UNEbene und untersucht am Beispiel von Deutschland, der Schweiz und Marokko, unter welchen Bedingungen die globale Ebene überhaupt zu einem Bezugsrahmen wird und wann gleichstellungspolitische Forderungen in Termini von Menschen-/ Frauenrechten formuliert werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die globalen Erwartungsstrukturen in den drei Ländern unterschiedlich relevant sind und auf unterschiedliche Weise interpretiert und an den nationalen Kontext adaptiert werden. Dies weist darauf hin, dass der Konnex zwischen der globalen und der nationalen Ebene schwächer ist, als es die makrosoziologischen Prämissen der neo-institutionalistischen Weltgesellschaftstheorie erwarten lassen. Der Aufsatz plädiert deshalb für eine Ausweitung des Weltgesellschaftsbegriffs und eine systematischere Berücksichtigung von Abweichungen und Divergenzen.

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The Zeitschrift für Soziologie publishes peer-reviewed articles from all areas of sociology, aiming to represent both the diversity of empirical research as well as the plurality of theoretical traditions. Founded in 1971, the journal aims to represent the discipline as comprehensively as possible, inviting contributions from sociologists regardless of their conceptual affinities and orientations.

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