Die Handlungspflichten der GmbH-Geschäftsführer: Generalklausel vs. Einzelvorgaben

Eine rechtsvergleichende Analyse unter besonderer Berücksichtigung des englischen Rechts

Jessica Schmidt , LL.M. 1
  • 1 Universität Bayreuth, (Nottingham), Bayreuth, Germany
Prof. Dr. Jessica Schmidt , LL.M.
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  • Jessica Schmidt, Universität Bayreuth, (Nottingham), Bayreuth, Germany
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Zu den grundlegenden Fragen, die sich bei allen Gesellschaften aus der principal-agent-Problematik ergeben, gehört die Frage, welchen Handlungspflichten die Geschäftsführer unterliegen. Haben sie eine Sorgfaltspflicht und welche Sorgfaltsstandards gelten? Unterliegen Sie einer Treuepflicht und wie weit reicht diese? Dem Gesetzgeber stehen insoweit verschiedene Optionen offen: Er kann diese Fragen entweder komplett der Rechtsprechung und Lehre überlassen oder aber ganz oder teilweise gesetzlich regeln. Entscheidet er sich für eine (partielle) gesetzliche Regelung, so kann diese entweder im Wege einer Generalklausel erfolgen oder durch die Statuierung von mehr oder weniger detaillierten Einzelvorgaben. Der Beitrag gibt zunächst einen rechtsvergleichenden Überblick über die verschiedenen Regelungsansätze (I.). Anschließend wird ein näherer Blick auf das englische Recht geworfen (II.). Dieses erscheint aus deutscher Perspektive nicht nur aufgrund seiner wirtschaftlichen Bedeutung, sondern vor allem auch deshalb besonders interessant, weil die directors‘ duties dort traditionell reines common law waren, dann aber im Zuge der großen Gesellschaftsrechtsreform durch den Companies Act 2006 (CA 2006) kodifiziert wurden. Anknüpfend daran werden die Vor- und Nachteile des englischen Konzepts im Vergleich zum deutschen herausarbeitet und analysiert, welche rechtsvergleichenden Schlussfolgerungen sich hieraus ziehen lassen (III.).

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