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Nationalsozialistische Kommunalpolitik

Administrative Normalität und Systemstabilisierung durch die Augsburger Stadtverwaltung 1933-1945

Entgegen bisheriger Annahmen waren die Kommunen im "Dritten Reich" keine hilflosen Objekte zwischen der Willkür von Parteidienststellen und einem rigiden Staatszentralismus. Bernhard Gotto weist nach, dass die Augsburger Stadtverwaltung ein eigenständiges und aktives Glied innerhalb eines regional austarierten Herrschaftssystems war. Sie nutzte ihre erheblichen Gestaltungsmöglichkeiten stets im Sinne des "Führers". Zudem stabilisierte sie das "polykratische" NS-Herrschaftssystem durch beständige Koordinationsleistungen, wie der Autor vor allem für die Kriegszeit belegt. Insgesamt wandelt sich so das Bild der Kommunalverwaltung von einem Widerpart der Partei hin zu einer tragenden Säule des NS-Regimes.

Reviews

"unbedingt lesenswerte Fallstudie ... für die zukünftige Erforschung des Gesamtsystems nationalsozialistischer Herrschaft wegweisend" Thomas Schaarschidt, in: Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus "für die Interpretation des NS_Herrschaftssystems von immenser Bedeutung" Armin Nolzen in: Archiv für Sozialgeschichte 47 (2007) "neue Deutung der Rolle der Komunen im Nationalsozialismus" Marie-Luise Recker in: FAZ, 4.10.2006 "gut lesbares, sehr lesenswertes und wichtiges Buch" H-Soz-u-Kult, August 2006
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Audience: Zeithistoriker, Journalisten

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