Titelbild von:  Zulieferer für Hitlers Krieg

Zulieferer für Hitlers Krieg

Der Continental-Konzern in der NS-Zeit

Die Zulieferindustrie für Kraft- und Luftfahrzeuge war das eigentliche Rückgrat der nationalsozialistischen Rüstungs- und Kriegswirtschaft. Auf der Basis vielfach neu erschlossener Quellen aus dem Archiv wie verschiedenen Registraturbeständen von Continental wird die Entwicklung des Gummi- und Reifenunternehmens in der NS-Zeit erstmals umfassend untersucht. Ausgehend von der schleichenden Transformation der Unternehmenskultur und der Entwicklung Continentals zu einem NS-Musterbetrieb wird eingehend die Unternehmenspolitik im Kontext des nationalsozialistischen Vierjahresplans und die Radikalisierung der Produktionsprozesse mit Zwangsarbeit und Expansion in die besetzten Gebiete im Verlauf des Krieges untersucht. Es handelt sich dabei aber auch um eine vergleichende Geschichte, da unter anderem auch die später zum Continental-Konzern hinzugekommenen Unternehmen Phoenix sowie Teves und VDO, die hydraulische Präzisionssteuergeräte für das Heer und die Luftwaffe entwickelt haben, mituntersucht werden. Denn mit dem Kauf und der Übernahme eines Unternehmens wird auch dessen Geschichte mit allen Höhen und Tiefen miterworben, die dann gleichsam Teil einer neuen Konzerngeschichte werden. Obschon inzwischen zahlreiche Untersuchungen zu Unternehmen im Dritten Reich erschienen sind, bietet die vorliegende Studie eine Reihe neuer Erkenntnisse und Untersuchungsaspekte.

  • Mit Vollgas in den Krieg. Paul Erker zeigt, wie die deutsche Wirtschaft dem NS-Staat zugearbeitet hat

Autoreninformation

Paul Erker, Ludwig-Maximilian-Universität München.

Rezensionen

"Das Buch beeindruckt nicht nur mit seiner offenkundig immensen Recherche-Leistung, die eine vergleichende Einordnung der vorgelegten Ergebnisse ermöglicht. Was Erker hier bei Continental über die Zwangsarbeit oder die Kooperation mit der Wirtschaft des besetzten Frankreichs offenlegt, darüber ist aus anderen Wirtschaftszweigen, beispielsweise der Elektroindustrie, noch wenig bekannt. Und zuletzt muss man diesem Buch auch besondere Qualitäten der Darstellung attestieren. Erker entfaltet eine Fülle von Themen, er behält die Fäden in der Hand und fügt sie zu einer grandiosen Abrundung zusammen." Reinhold Mann in: Schwäbische Zeitung, 12.11.2020, 11
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